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Dr. med. dent. Karl Heinrich Hofmann, Zahnarzt, Ganzheitliche Zahnmedizin
   
Multielementeanalyse
Die Multielementeanalyse zur Erkennung einer Metallbelastung durch Zahnersatz

Jedes Metall, jede Legierung im Mund korrodiert, das bedeutet: Es gehen Teilchen in Lösung. Dabei gilt das physikalische Gesetz, dass die unedleren Bestandteile zu den edleren wandern, da sie von diesen angezogen werden. Hier handelt es sich um elektrochemische Reaktionen.
Je nach Zusammensetzung der Legierungen, Verarbeitung im Labor, Zustand, Lage und Größe des Zahnersatzes im Mund, wird unterschiedlich viel Metall in den Speichel und das Mundgewebe abgegeben. Verstärkt wird dies durch den mechanischen Abrieb beim Kauen und insbesondere durch Bruxismus. Der Speichel, als sehr guter Elektrolyt, nimmt diese Metalle auf und leitet sie über den Verdauungstrakt dem Organismus zu. Bei Überschreiten einer individuellen Grenze können diverse toxische Wirkungen entstehen: Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Nervenerkrankungen, Müdigkeit, Leistungsschwäche, Rötung und Schwellung des Zahnfleisches etc.

Zudem bilden sich Spannungsfelder, wenn unterschiedliche Legierungen im Mund verwendet werden. Korrosion wie Spannungsfelder werden potenziert, wenn von Seiten des Dentallabors Fehler in der Herstellung und Bearbeitung des Zahnersatzes gemacht worden sind (z.B. edelmetallreduzierte Billiglegierungen, lunkerhafte Güsse, Lötungen, Metallüberhitzung, etc). Die Metalle reagieren darauf, dadurch führt die Entmischung der Legierungsbestandteile zur Korrosion. Metallionen lösen sich und die Legierungen verändern sich nachweislich. Dies kann zu Vergiftungserscheinungen führen und gelegentlich auch allergische Reaktionen hervorrufen.

Die aufgebauten Spannungsfelder können zudem das Nervensystem irritieren und an der Zunge Störungen in der Wahrnehmung von Geschmacksstoffen erzeugen, z.B. einen penetranten Metallgeschmack. Manchmal klagen Patienten auch über Schleimhautbrennen oder Schmerzempfinden, für die sich keine klinischen Ursachen finden lassen. Oft verschwinden diese Beschwerden wieder, wenn der metallhaltige Zahnersatz aus dem Mund entfernt worden ist.

Soll abgeklärt werden, ob bei einem Patienten eine Belastung durch seinen Zahnersatz vorliegt, muss eine Multielementeanalyse durchgeführt werden. Möglich ist diese mit Speichel oder mit einem kleinen Stückchen Schleimhaut aus dem Mund. Da die Untersuchung des Speichels nur diejenigen Materialien anzeigt, die sich aktuell aus dem Zahnersatz lösen, im Gewebe aber auch die Materialien der Vergangenheit eingelagert sind, ist dieses Ergebnis wesentlich aussagekräftiger. Aus diesem Grund führen wir die Multielementeanalyse ausschließlich mit Schleimhaut durch (nach A. Sabath). Diese wird in der Regel nach einer Injektion aus der Wange entnommen und mit 2 – 3 Stichen vernäht.
Ergibt das Ergebnis eine hohe Metallbelastung, die zudem mit den Materialien des Zahnersatzes korrelieren, hat man nur dann die Chance, davon herunter zu kommen, wenn alle Metalle aus dem Mund entfernt und mit einem therapeutischen Zahnersatz aus hochvernetzten Kunststoffen für 2 bis 4 Jahre ersetzt werden. Solange nämlich Metall in Form von Zahnersatz im Mund verbleibt, kann der Organismus wegen der elektrostatischen Kräften die eingelagerten Metalle nicht abbauen.

Unterstützt werden muss der Entgiftungsprozess nach dem Austausch der Metallanteile im Mund durch das Trinken von mindestens 2 – 3 Liter Wasser am Tag. Besonders bewährt haben sich dafür Tees (z.B. Fenchel, Ingwer, Bärlauch - auch als Pesto - Löwenzahn, Gundelrebe, Tausendgüldenkraut etc.) mit natürlichem Zitronensaft. Natürlich ohne Zucker!

Außerdem ist regelmäßiges Schwitzen durch körperliche Bewegung sehr wichtig! Viele Metalle werden dabei in Salzform über die Haut ausgeschieden.

Wir arbeiten eng mit dem unabhängigen Werkstoffwissenschaftler Andreas Sabath aus Ingolstadt zusammen. Er hat über viele Jahre hinweg im Rahmen eines EU-Projektes zusammen mit einer Arbeitsgruppe verschiedener Mediziner und Zahnärzte das Verhalten dentaler Materialien im Mund und deren Auswirkungen auf den Organismus erforscht und in Datenbänken erfasst.

Herr Sabath hilft uns und Ihnen bei der Interpretation der Ergebnisse, schreibt ggf. Gutachten zur Einreichung bei den Krankenkassen und steht Ihnen gern auch telefonisch zur Verfügung.

andreas.sabath@sabath-dentalforschung.de, www.sabath-dentalforschung.de,

Telefon: +49 (0)841/3796206